Artguardian: Hightech schützt Kunst

Berlin, / 19.3.2012

Eigner hochwertiger Kunstwerke, ob privater Sammler oder staatliches Museum, möchten den konservatorischen Wert ihrer Werke erhalten. Natürlich wäre dies am besten unter optimalen klimatischen Bedingungen möglich, die nicht in jeder Ausstellung und auf jedem Transport des Kunstwerks gegeben sind.

Mit einer Kombination modernster Technologien aus den Bereichen Mikroelektronik, Bauphysik und Informationstechnik schaffen drei Fraunhofer-Institute und ihre Partner eine Lösung, die Eignern hilft, ihre Kunst zu schützen: Artguardian.

Das System besteht aus drei Komponenten – dem konservatorischen Regelwerk, dem autonomen Sensorsystem und einer IT- Plattform.

Die erste Komponente des Systems, das Regelwerk, enthält genaue Anweisungen, welches Kunstwerk welches Mikroklima benötigt. Für die verschiedenen Gemäldetypen sind hier jeweils die zulässigen Temperatur- und Feuchtigkeitsbereiche angegeben. Die zweite Komponente ist das am Fraunhofer IZM entwickelte autonome Sensorsystem, es wird am Rahmen des Gemäldes angebracht: Seine Messfühler ermitteln das Mikroklima, also die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur, die unmittelbar am Bild herrschen. Weiterhin messen sie, wie viel Licht auf das Kunstobjekt fällt und ob es Erschütterungen erfährt. Die erhaltenen Werte sendet das Modul an die dritte Komponente, eine cloud-basierte IT-Plattform. Hier vergleicht die Software die Klimadaten mit den entsprechenden Vorgaben des Regelwerks. Werden diese Vorgaben über- oder unterschritten, schlägt das System Alarm. Die Plattform speichert das konservatorische Wissen und informiert den Eigner über den Zustand und die Belastungskollektive sowie ideale Umgebungsbedingungen zur Werterhaltung seines Kunstwerks – zeitlich aktuell und (wenn gewünscht) auch auf mobilen Endgeräten wie dem iPhone. Die Art Guardian Cloud bietet darüber hinaus die Möglichkeit, durch textuelle Beschreibungen und Fotos die Kunstwerke zu inventarisieren und die Angaben als Lehrinformation zur Verfügung zu stellen. Die Kunstwerke können über die Cloud zum Verleih angeboten werden. Auch die Vermittlung von zertifizierten Transportdienstleistungen, Ausstellungsräumen oder Art-Warehouses ist vorgesehen. Damit entsteht ein weltumspannender Marktplatz von Dienstleistungen im Kunsthandel und -ausstellungsbereich, der auch kleinen Akteuren in der Branche die Chancen eröffnet, weltweit zu agieren.

Mit ArtGuardian lässt sich das Mikroklima, in dem sich wertvolle Gemälde befinden, erstmalig lückenlos kontrollieren und dokumentieren – auf Transportwegen und in Ausstellungsräumen. Und wo Kontrolle ist, lassen sich die Werke auch schützen: So ist es denkbar, dass Museen eine Klima-Qualifizierung erhalten, falls sie über ArtGuardian nachweisen, dass die Klimatechnik an allen Ausstellungsorten optimal ist.

Schützen Sie Ihre Kunst! Werden Sie Pilotpartner!

Sie haben Interesse, bereits in der Frühphase Artguardian zu testen? Als Pilotpartner bieten wir Ihnen neben der Nutzung des Systems vielfältige Marketingkooperationen. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

Weitere Informationen:

Partner:

  • Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM
  • Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
  • Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP 
  • Fraunhofer Institut für Holzforschung WKI
  • Rathgen-Forschungslabor