Ausbildung

Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

Ausbildungsinhalte Mikrotechnologe/-in

Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik gehören zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien für das 21. Jahrhundert. Nicht nur der PC oder das Handy, auch ABS und Airbagsysteme wären ohne Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik unmöglich - in fast allen Bereichen sind diese winzigen Alleskönner auf dem Vormarsch. Bereits heute sind in Deutschland rund 100.000 Menschen in der Entwicklung und Produktion dieser sogenannten Mikrotechnologien beschäftigt - mit zunehmender Tendenz.

Für die Herstellung mikrotechnischer Bauteile und Komponenten kommen technisch anspruchsvolle und hochkomplexe Fertigungsverfahren zur Anwendung, die umfassend qualifizierte und verantwortungsbereite Fachkräfte erfordern. Der Mikrotechnologe füllt die Lücke zwischen den Ingenieuren und den angelernten Kräften. Als qualifizierte Fachkraft auf Facharbeiterebene besitzt er die Kenntnisse und Fähigkeiten, die in diesem Technologiefeld benötigt werden. Ihren Arbeitsplatz haben Mikrotechnologen in der Halbleiter- und Elektroindustrie sowie in Forschungsinstituten. Sie stellen mikrotechnische Bauteile und Komponenten her, wie zum Beispiel Computerchips oder Sensoren auf Siliziumbasis. Nicht nur mikroelektronische, sondern auch mechanische und optische Bauelemente lassen sich heute im Mikromaßstab produzieren. Standardmaterial ist auch hier Silizium, so dass sensorische und aktorische Elemente zusammen mit steuernden Funktionen auf demselben Chip als komplexes Mikrosystem realisiert werden können.

Ausbildungsschwerpunkte
Der Ausbildungsberuf Mikrotechnologe/Mikrotechnologin wurde 1998 neu eingeführt. Es wird in den zwei Schwerpunkten Halbleitertechnik oder Mikrosystemtechnik je nach Arbeitsbereich des Betriebes ausgebildet. Im Schwerpunkt Mikrosystemtechnik werden insbesondere Träger für elektronische Bauelemente und Mikrosysteme durch Beschichtung, Bestückung, Löten, Bonden, leitfähiges/isolierendes Kleben und Versiegeln hergestellt sowie Tests durchgeführt. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel die Herstellung von Schaltungs- und Verdrahtungsträgern in Dünnschicht-, COB-, Hybrid- oder SMD-Montagetechnik, Herstellung von Bauelementen durch lithografisches Tiefätzen oder Galvano- und Abformtechnik.

Im Schwerpunkt Halbleitertechnik stellen Mikrotechnologen Halbleiterprodukte durch Aufbringen und Strukturieren von Schichten, Dotieren und Ätzen her. Sie montieren Halbleiter und führen entsprechende Prüfungen durch. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel diskrete Halbleiter, Leistungshalbleiter, integrierte Halbleiter, ASICS, Optohalbleiter oder optoelektronische Anzeigesysteme.

Quelle: Ausbildungsverbund Mikrotechnologie Berlin