EXPERT SESSION SERIES / 13. Oktober 2026 - 10. November 2026, 4:00-4:45 p.m.
Die Rolle kleinster Mikroelektronik und KI-Giga-Zentren
Was Sie über die aktuellen Trends im Bereich umweltfreundlicher Elektronik wissen sollten
Diese dreiteilige Expertenreihe (in englischer Sprache) bietet aktuelle Informationen und neue Einblicke in unsere Forschung zu den Umweltauswirkungen von Elektronik am Fraunhofer IZM.
Die Mikroelektronik ist zum Rückgrat und wichtigsten Innovationstreiber der meisten Branchen geworden. Doch mit der explosionsartigen Zunahme sowohl dezentraler als auch zentraler Elektronik überall hat sich der Blickwinkel verschoben: Die Umweltauswirkungen der Elektronikindustrie sowie der rasant steigende Ressourcenverbrauch durch digitale Dienste, die von riesigen Rechenzentren – insbesondere KI-Rechenzentren – bereitgestellt werden, stehen nun stärker im Fokus.
Wie schnell und wie unvermeidlich sind diese Entwicklungen? Welche ökologischen Verbesserungen können Unternehmen erzielen, die keine Rechenzentrumsbetreiber sind? Lässt sich Elektronik überhaupt umweltfreundlich gestalten? Und wie können wir sicherstellen, dass Umweltversprechen gegenüber Verbrauchern (aber auch innerhalb der Elektronik-Lieferkette) fundierter und besser vergleichbar werden?
Digitalisierung ist für alle Wege einer nachhaltigen Entwicklung unerlässlich
Trotz der Betonung der negativen Umweltauswirkungen des massiven Anstiegs der Elektronik muss angemerkt werden, dass mehr Digitalisierung erforderlich ist, um nachhaltige Entwicklungsziele zu erreichen.
Vor dem Hintergrund enormer Zuwächse – bei digitalen Endprodukten, bei digitalen Industrieprodukten und bei der Recheninfrastruktur, die all dies bewältigen muss – müssen wir die Umweltauswirkungen um ein Vielfaches minimieren und den Einsatz von Elektronik dort konzentrieren, wo positive Auswirkungen für die Gesellschaft sicher oder zumindest wahrscheinlich sind.
Als Grundlage für die »geringsten Umweltauswirkungen pro nützlichem Ergebnis« müssen wir stets auf die Hardware-Ebene zurückkommen, die auf nachhaltige Weise entworfen, produziert, genutzt und wiederverwertet werden muss.
Session 1:
13. Oktober 2026, 16:00 Uhr MEZ
Dr. Lutz Stobbe: Environmental and Technical Trends Regarding Data Centers and AI Data Centers
Diese Session konzentriert sich auf die Entwicklungen bei Rechenzentren auf internationaler Ebene und in Deutschland. Dabei steht natürlich die Rolle von KI-Rechenzentren im Mittelpunkt, was eine ständige Aktualisierung und Neukalibrierung der Prognosen zu den Umweltauswirkungen erfordert.
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Session 2:
27. Oktober 2026
Dr. Nils Nissen: Drive Towards Greener Electronics Hardware for Competitiveness
Diese Session befasst sich mit dem breiteren Spektrum an Elektronikprodukten außerhalb der digitalen Infrastruktur. Was kann getan werden, um Produkte umweltfreundlicher zu gestalten – und inwiefern hängt dies mit einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zusammen?
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Session 3
13. November 2026
Karsten Schischke, Dr. Chris Eckstein: The Need for Standardization of Environmental Assessments in the Electronics Industry (PCR)
Diese Session bietet Einblicke in eine Reihe internationaler Initiativen zur weiteren Harmonisierung der Berechnung von Produkt-CO₂-Fußabdrücken, damit die von Halbleiterherstellern, Produktherstellern oder Anbietern digitaler Dienste angegebenen CO₂-Emissionen künftig direkt miteinander verglichen werden können.
Zielgruppe:
Die Online-Sitzungen stehen zwar allen Wissensstufen offen – von Studierenden bis hin zur Geschäftsleitung –, erfordern jedoch gewisse Vorkenntnisse, da die Grundlagen der Umweltbewertung und insbesondere der CO₂-Bilanzierung in den kurzen Sitzungen nicht behandelt werden.
Ebenso sind gewisse Kenntnisse über zentrale elektronische Bauteile hilfreich, um den Details der Beispiele folgen zu können.
Die Reihe lässt Umweltgesetzgebung und die aktuellen gesetzgeberischen Entwicklungen bewusst außer Acht. Wir haben verschiedene Videos zu solchen Themen auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht.