Zirkuläre Geschäftsmodelle für IKT-Geräte – Umweltwirkungen von Miete und Refurbishment
Im Projekt UNDRESS Circularity untersucht das Fraunhofer IZM gemeinsam mit Circularity e.V., Systemiq, Deloitte und zwölf Industriepartnern die ökologischen Potenziale zirkulärer Geschäftsmodelle für Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Im Mittelpunkt stehen Mietmodelle („Device-as-a-Service“) und die professionelle Wiederaufbereitung zur weiteren Nutzung (Refurbishment) von Geräten wie Smartphones, Laptops, Digitalkameras und Spielkonsolen.
Hierfür wurde die CBMI-Methode (Circular Business Model Impact) entwickelt. Sie ermöglicht eine praxisnahe Bewertung der tatsächlichen Umweltauswirkungen zirkulärer Geschäftsmodelle – mit besonderem Fokus auf die Nutzungsphase von Produkten. Dabei bezieht sie die Nutzungsmuster, Wiederverwendungsraten und Entsorgungswege im deutschen Markt mit ein.
Es zeigt sich: Ein Großteil der Geräte ist nach der Erstnutzung noch funktionsfähig, wird jedoch nicht weiterverwendet – sei es durch mangelnde Qualität, fehlende Nachfrage oder Hibernation (Lagerung ohne Nutzung).
Der wissenschaftliche Bericht „Beyond Ownership – Environmental Impact of Rent and Refurbishment of ICT Devices“ ergänzt den praxisorientierten Industry Report von Circularity und legt besonderen Wert auf die transparente Darstellung von Annahmen, Datenquellen und methodischen Grundlagen des entwickelten Umweltbewertungsmodells.
Zu den beteiligten Projektpartnern zählen u.a. Deutsche Telekom, Vodafone, Everphone, Grover, Foxway, rebuy, Recommerce Group und Ingram Micro Lifecycle. Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.circularity.me/undress