Wäre das was für mich? Schülerbesuch zur Berufsorientierung am Fraunhofer IZM

Berlin, / 19. April 2009

Schon seit mehreren Jahren engagiert sich das Fraunhofer IZM für die Förderung des technischen Nachwuchses. Ein Grund dafür ist der Rückgang an qualifizierten Bewerbern für technische Berufe, der sich zukünftig aufgrund der demographischen Entwicklung weiter verschärfen dürfte. Das Fraunhofer IZM ist deshalb bemüht, durch unterschiedliche Veranstaltungen junge Menschen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in technischen Berufen zu informieren.

Im April 2009 erhielten zehn Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse des Gottfried-Keller-Gymnasiums aus Charlottenburg-Wilmersdorf einen Blick „hinter die Kulissen“ der Forschung. Nach einer allgemeinen Einführung in die Aufgabenbereiche des Instituts besuchten die Jugendlichen unterschiedliche Labore am Institut, unter anderem das vom Fraunhofer IZM gemeinsam mit der Bundesdruckerei betriebene Security Lab, das neu eingerichtete Labor zur Abschätzung der Produktlebensdauer und den Reinraum.

Den inhaltlichen roten Faden stellte dabei ein Produkt, das den Besucherinnen sehr vertraut war – das Handy. Woraus besteht eigentlich ein Handy? Was ist nötig, damit immer mehr Funktionen in ein so kleines Gerät hineinpassen? Was haben der Schaltungsentwurf und das Antennendesign mit der Größe des Handys zu tun? Und wie trägt die Arbeit der Wissenschaftler dazu bei, Bauteile stromsparender und umweltfreundlicher zu machen und bei ihrer Fertigung weniger Ressourcen zu verbrauchen? Diesen und anderen Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler stellten sich die IZM-Forscher und gaben den Jugendlichen auch die Möglichkeit, selber Handys zu demontieren und sich das Innenleben einmal genau anzuschauen.

Am Ende des informationsreichen Tages konnten sich einige der Jugendlichen durchaus vorstellen, später einmal einen technischen Beruf zu ergreifen. Und auch die IZM-Mitarbeiter hatten an dem Besuch der engagierten Schülertruppe ihren Spaß: „Ich habe noch nie so viele Mädchen gesehen, die sich für technische Fragen interessieren“, sagte Uwe Maaß, der die Gruppe in die Grundlagen des Schaltungsentwurfs eingeführt hatte.