Test, Qualifizierung, Zuverlässigkeit

Strukturanalyse

Die innere Struktur eines nach außen homogen wirkenden Materials kann erhebliche Auswirkungen auf dessen Eigenschaften haben. Eine Strukturanalyse kann im Rahmen eines „physics of failure“ Ansatzes Fehlermechanismen erkennen und verhindern helfen.

Für unter anderem folgende Analysen stehen derzeit Geräte zur Verfügung:

  • Kornstruktur: Mit Hilfe von EBSD wird ein Einblick in die Gefügestruktur metallischer Werkstoffe gewonnen. Aussagen über Korngröße und –orientierung beispielsweise an Lotstellen liefern Hinweise auf mögliche Fehlerursachen oder Schwachstellen.
  • Topografie: Die Rasterkraftmikroskopie (atomic force microscopy, AFM) erlaubt das Abtasten von Oberflächen und damit die Aufnahme der Topografie. Auf diese Weise können Schäden erkannt, aber auch gezielt eingebracht werden um Eigenschaften zu bestimmen.
  • Raman-Spektroskopie: Nichtmetallische Werkstoffe, insbesondere aber Halbleiter und Polymere, enthalten Bindungen die einen Teil von eingestrahltem Laserlicht charakteristisch frequenzverschoben emittieren. Aus dem Ausmaß der Verschiebung lassen sich Rückschlüsse über den Eigenspannungszustand z.B. durch thermischen Mismatch schliessen.