Wafer & Waffles – Lange Nacht der Wissenschaften 2015

Berlin / 17. Juni 2015

Zur diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften am 13. Juni lud das Fraunhofer IZM Neugierige jeden Alters ins Institut ein. Die Reinraumtouren haben sich inzwischen als Klassiker etabliert und lockten dieses Mal mit dem Motto „Wafer & Waffles“.

Wafer & Waffles – Lange Nacht der Wissenschaften 2015
© Fraunhofer IZM
Wafer & Waffles – Lange Nacht der Wissenschaften 2015
© Fraunhofer IZM
Wafer & Waffles – Lange Nacht der Wissenschaften 2015
© Fraunhofer IZM

Zur diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften am 13. Juni lud das Fraunhofer IZM Neugierige jeden Alters ins Institut ein. Die Reinraumtouren haben sich inzwischen als Klassiker etabliert und lockten dieses Mal mit dem Motto „Wafer & Waffles“. Viele Besucher bestaunten – verpackt in reinraumgerechte Kleidung – die Herstellung großer Siliziumwafer, bei der kleinste Strukturen im Mikrometerbereich auf große Scheiben aufgebracht werden, um diese später wieder in einzelne Chips zu zersägen. Wer beim Zerteilen der Siliziumwafer Appetit auf ‚richtige’ Waffeln bekam, konnte sich außerhalb des Reinraums entsprechend verköstigen lassen.

Mit der kleinsten Kamera der Welt konnten die Besucher wie bei einer echten OP eine Patientenpuppe endoskopisch untersuchen und mit einem minimal-invasiven Eingriff Fremdkörper aus deren Innern entfernen. Anhand einer anderen Mikrokamera mit integrierter Bildverarbeitung konnten weitere Anwendungen dieser Miniatur-Augen bestaunt werden, etwa der Einsatz beim Diebstahlschutz oder die Verkehrsschild-Erkennung.

Das Innenleben einer modernen Spielkonsole erkundeten besonders gerne die jüngeren Besucher. Dabei ging es auch um den klugen Umgang mit Ressourcen im Bereich der Mikroelektronik. Dasselbe Thema wurde auch anhand zerlegter Tablets aufgegriffen, die Forscher vom Fraunhofer IZM schon seit einigen Jahren auf Reparaturfreundlichkeit und Recycling untersuchen.

Die Crew aus dem TexLab demonstrierte eindrücklich, dass es möglich ist,  Mikroelektronik auch in Form von Fasern zu konzipieren und wir somit unsere Kleidung neu denken können. Sie zeigten leuchtende Abendkleider und T-Shirts, die mittels Sensoren zum Beispiel Herzfrequenz und Muskelaktivitäten messen.

Schließlich ermöglichte eine Infrarotkamera einen neuen Blick auf die Welt. Zwar sind ihre Sensoren eigentlich für die Thermographie feinster elektronischer Bauteile konzipiert, für die begeisterten Besucher der Langen Nacht machte die Kamera aber reihenweise Souvenirs in Form von Thermographien ihrer selbst, die sie amüsiert mit nach Hause nahmen.