ROYCE

Projekt

ROYCE - Resonant hOllow-core-fiber gYrosCopE

ROYCE ist ein deutsch-polnisches Projekt zur Entwicklung und Validierung von auf Hohlkernfasern (HCF: Hollow-Core Faser) basierenden, Teil-Technologien für den Aufbau eines innovativen Rotationssensors (Gyroskop). Ziel des Projektes ist die Demonstration eines HCF-basierten Gyroskops mit einem theoretischen Auflösungslimit, dessen Wert um Faktor 2 den gegenwärtig veröffentlichen Wert übersteigen soll.

Der Aufbau eines solchen Gyroskops ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von Resonanten Fasergyroskopen (RFOG), deren Vorteile gegenüber traditionellen interferometrischen Fasergyroskopen (IFOG) in viel kürzeren Fasern, kompakter Bauweise der Faserspule und geringen Empfindlichkeit gegenüber Vibrationen liegen. Allerdings führt die sehr hohe Lichtintensität in der Faser im Resonator zu unerwünschten Störeffekten, wie dem Kerr Effekt, Polarisationsdrift und Empfindlichkeit auf Magnetfelder (Faraday Effekt). Diese Störeffekte limitieren die Stabilität des Gyroskops und verhindern dadurch den Einsatz von RFOGs als hochempfindliche Navigationsgeräte. Durch ihren hohlen Aufbau sind die HCF-Fasern frei von den oben genannten Störeffekten. Die Herausforderungen im Aufbau eines HCF-Gyroskops sind sowohl die verlustarme und zuverlässige Kopplung in die Faser als auch die genaue Resonanzverfolgung, die durch zu hohe spektrale Linienbreite des Lasers limitiert werden kann.

Der Schwierigkeit dabei ist, dass gleichzeitig die wichtigen Systemkomponenten neu entwickelt werden müssen mit einem Fokus auf Kompaktheit, Portabilität und einen thermisch stabilen und verkapselten Aufbau. Anschließend erfolgt die Erprobung  der Funktionsweise und der Zuverlässigkeit dieser Technologie in einer Serie von Testflügen.

An dem Projekt beteiligen sich folgende Partner:

Aus Deutschland:

eagleyard Photonics GmbH (Projektkoordinator) und Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM)

Aus Polen:

Nicolaus Copernicus University in Toruń (NCU)  und PikTime Sp. z o.o.

Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).